Was für feine Händchen

Armbalancen – gefürchtet, begehrt, bewundert und ja, trainiert! Kein Armbalance Akt wird dir einfach so passieren. Doch würde ich die Name eher in Handbalance ändern, da die Hände sind es die in erster Linie den Balance leisten. Während wir als Erwachsene es für absolut selbstverständlich halten auf den Füßen zu laufen, sieht es mit den Händen etwas anders aus. Ich erinnere jedoch gerne meine Schüler daran, dass man auch auf den Füßen Balance zu leisten zu seiner Zeit auch lernen musste. Wir haben es nur vergessen. Wie oft sind wir hingefallen, wie oft mussten wir von vorne anfangen.

Als Erwachsener haben wir da und hier andere Sorgen. So ich, als ich frisch nach der Trennung total zerstört und verloren da stand, und musste mich heran tasten um den sicheren Boden unter der Füßen zu kriegen, war Yoga wie immer eine Therapie. Und ich wusste sofort womit ich mich therapieren werde. Unter anderem war der Entschluss da – Armbalancen! Sie lehren Einen so vieles!! Ausdauer, Achtsamkeit, Körperbewusstsein, Stärke, sowohl geistig, als auch körperlich, Disziplin, aber das aller wichtigste war für mich – sie erhöhen das Selbstbewusstsein!

Wisst ihr wie viele Redewendungen es über die Füße gibt? Eine Menge! „Auf festen Füßen stehen“, „Festen Boden unter der Füssen spüren“, „Mit beiden Füßen (fest) auf der Erde/im Leben/auf dem Boden stehen“, „Auf seinen eigenen Füßen stehen“ oder „festen Fuß fassen“. Gemeinsamkeit ist deutlich, sie alle suggerieren – Sicherheit, Vertrauen, Stärke und Erfolg. Was ist mit den Händen? Da gäbe es „In festen Händen sein“ – was wohl weit von Freiheit, Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und ähnl. ist. Die Hände können jedoch einiges über das Festhalten! Sobald du beginnst die Armbalancen zu üben, wirst du merken, wie dein Selbstbewusstsein wächst und damit ganz vieles sich verändern wird.

Selbstbewusstsein wird umgangssprachlich oft mit dem Auftreten des Menschen diskutiert, dies ist jedoch nicht das, worum es hier geht. Es ist cool, ohne Wenn und Aber, auf einer Party sich mit Menschen in einem Handstand stehend zu unterhalten, aber hier geht es um andere Tiefen. Selbstbewusstsein im Sinne des Erkennens der eigenen Persönlichkeit und Spüren von Vertrauen, Zuversicht, Sicherheit und Gewissheit. Doch als ich mich auf die Armbalancen voller Enthusiasmus gestützt habe, musste ich sehr bald feststellen, dass auch hier das Fundament ist das wichtigste. Und worauf war ich gestützt? Natürlich auf meine Hände! Es ist so wichtig sich explizit um die Hände zu kümmern – um die Stärke der Finger und Handgelenken, auch deren Flexibilität zu erhalten. Es gibt bei mir keine Yogastunde ohne, dass ich explizit auf die Hände eingehe. Ich weiß, viele trainieren auch selbstständig und ich wollte unbedingt ein paar simple Übungen mit euch teilen, damit der Wandel schmerzlos und sicher verlaufen kann. Damit du auf deinen eigenen festen Händen stehen kannst!

Wir starten in dem Vierfüßler Stand. Die Handgelenke sind unter den Schultern, während die Knie unter der Hüfte. Die Finger sind weit gespreizt. Involviere die Finger in die Arbeit, spüre wie kraftvoll der Griff sein kann.

Fange an sanft und achtsam dein Gewicht vor zu verlagern, dass die Schultern über die Handgelenke kommen.

Wiederhole es ca. 10 Mal.

Wenn du es verstärken magst, stell die Hände andersrum, mit Fingerspitzen zu deinen Knien und verlagere dein Gewicht langsam zurück, bis du angenehme Dehnung im Handgelenk erfährst.

Jetzt möchten wir das Handgelenk auf der anderen Seite etwas dehnen. Hierfür lege die Hände auf den Handrücken auf und rolle über den Handrücken mit leichten druck in die Finger. Die Finger selbst bleiben aber auf dem Boden. Je mehr Druck du dabei abgibst, umso stärker wird sich die Dehnung bemerkbar machen. Jedoch bedenke, dass unser Ziel liebevoll und sanft die Handgelenke zu mobilisieren ist, geh nie an deine Schmerzgrenzen heran.

Im Vierfüßler stelle die Hände auf die Fingerspitzen auf und fange an die berühmten Katze/Kuh Übungen durchzuführen.

 Wiederhole es ca. 10 mal.

Schüttle die Hände schön aus, kreise ein wenig mit den Handgelenken und stell dich wieder in Vierfüßler Stand auf.

Mach den Rücken rund und drücke dich stark vom Boden ab, aus der Kraft deiner Hände hebe nur die Handfläche vom Boden ab. Ohne die Finger vom Boden zu lösen. Bedenke, dass du die Kraft aus deine Hände holst, nicht aus der Körpermitte. Die Übung fühlt sich anstrengend an, wenn nicht, dann mogelst du und hebst deinen Körper.

Wiederhole es ca. 10 Mal.

Viel Spaß! Und gerne kannst du mir schrieben wie du es findest =)

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